Ein offenes Wort

Freimaurer, den Begriff kennen Sie vielleicht „irgendwie“, doch können vielleicht nicht wirklich etwas damit verbinden? Tatsache ist, dass die Freimaurer kaum „Aufhebens“ von sich und ihrem Wirken machen. Sie wollen, dass die Welt besser wird, indem sie sich selbst verbessern. Und nicht die anderen. Aus PR-Sicht („Tue Gutes und rede darüber!“) mag dies unzeitgemäß sein. Dem stehen Werte wie Verschwiegenheit, Toleranz und Wahrung der persönlichen Sphäre gegenüber.

Freimaurerei ist eine Lebenshaltung. Freimaurer wollen sich entwickeln und diese positive Bewegung mit in den Alltag nehmen. Im Mittelpunkt der „Arbeit“ an sich selbst steht der immer wieder neu anzustoßende Prozess zur Ausformung der eigenen Persönlichkeit. Die Auseinandersetzung mit geistigen, ethischen und humanitären Fragen weist letztendlich – Schritt für Schritt – den Weg zu innerer Freiheit und Zufriedenheit. In der Familie. Im Beruf. In der Gesellschaft.

Die Idee der Freimaurerei basiert auf dem Gedanken der Brüderlichkeit. Aus der Toleranz gegenüber Andersdenkenden, brüderlicher Verbundenheit und Barmherzigkeit gegenüber Schwachen definieren sich die freimaurerischen Prinzipien: Verantwortung, Gerechtigkeit, innere Arbeit, soziales Engagement, aktive Hilfe. Achtung vor der Menschenwürde, dem Seelenleben anderer, anderen Kulturen, Mentalitäten und der Natur.

Den Anderen als Bruder oder Schwester, d.h. als Mitmenschen zu verstehen, zu achten, sich in Menschlichkeit zu üben und mehr Geduld für einander aufzubringen, führt konsequent praktiziert – zu mehr Achtung im Leben. Und damit zu mehr Achtung in der Welt.